Muss man bei instagram sein, um als Fotograf wirklich gesehen zu werden?
Vielleicht, denn da spielt offenbar die Musik, wenn man seine Bekannten aus dem echten Leben „bespaßen“ bzw. erreichen will. Auch scheinen sich viele Fotografen (auch die professionellen) damit abgefunden zu haben, dass man auf instagram präsent zu sein hat und nehmen zähneknirschend hin, dass man auch Landschaftsfotos im Hochformat macht (oder sie zumindest für instagram so beschneidet), um den maximalen Platz auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm zu bekommen und beim optimalen IG-Seitenverhältnis von 3:4 (früher 4:5) zu bleiben.
Ich habe jedenfalls entschieden, da nicht mehr mitzumachen. Zum einen, weil instagram meine Herangehensweise als Fotograf beeinflusst hat und weil ich möglichst weit weg von allem sein will, was von Meta kommt. Daher nutze ich auch seit Jahren schon kein WhatsApp, von Facebook mal ganz zu schweigen., aber das nur am Rande. Jedenfalls habe ich Ende April auch mein Instagram-Konto gelöscht und konzentriere mich vorrangig auf meine eigene Website und offene Plattformen.
Vermisse ich instagram? Nein! Die ganze Werbung, die da beim Scrollen nach jeden zweiten oder dritten Post angezeigt wird, die Zwangspausen, die eingefügt werden, wenn man personalisierte Werbung deaktiviert, die vielen sinnlosen Reels, die „empfohlen“ werden, die vielen Bots, die extrem nerven. Das alles kann mir gestohlen bleiben!
Und irgendwie vermisse ich es doch! Ich hatte nie eine große Reichweite und doch habe ich zumindest einige der Bekannten, Freunde und Verwandten dort erreicht und oft positive Rückmeldungen zu meinen Fotos bekommen. Auch haben sich dort über die Zeit Verbindungen zu anderen Gleichgesinnten aus aller Welt ergeben. Den Austausch, manchmal auch einfach über Gott und die Welt, habe ich sehr genossen. Obwohl man sich nie persönlich getroffen hat, fühlte man sich irgendwie vertraut. Das vermisse ich schmerzlich!
Aber ich stelle mich der Herausforderung, andere Wege zu finden um sichtbar zu bleiben. Vielleicht bedeutet es, mehr persönlich im Bekanntenkreis zu werben, oder ausgewählte Fotos auf anderen Plattformen zu veröffentlichen, z.B. bei Wettbewerben. Es gibt ja auch noch alternative Plattformen, wie VERO (darüber habe ich schon berichtet) und pixelfed (stöbert gerne mal in meinem Profil). Über pixelfed wird es noch einen separaten Artikel geben, also bleibt dran!
Insbesondere jedoch wird diese Website weiter ausgebaut. Sie ist ja ins Fediverse und in die ATmosphere eingebunden, das bedeutet, dass ich idealerweise meine Fotos nur hier hochlade und diese automatisch auch bei Mastodon, pixelfed, Bluesky, etc zu sehen sind. Aber daran forsche ich noch ein bisschen und werde euch auf dem Weg mitnehmen. Mit den Blogbeiträgen selbst funktioniert es jedenfalls schon sehr gut.
Kommen wir also zur Eingangsfrage zurück: Muss man bei instagram sein? Vielleicht ja doch nicht, denn es gibt so einige andere Wege. Wird es einfach? Nein, denn dann würde es ja jeder machen.
Also, bleibt mir gewogen und wir lesen uns im nächsten Artikel. Ich hoffe, ich konnte zum Denken anregen. Habt Ihr eine Meinung dazu? Schreibt mir!✌️

Schreibe einen Kommentar